U18/20 holt 5 Titel auf der Niederbayrischen Empfehlung

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Tobi Petz unterwegs zum Überraschungssieg im Stabhochsprung. Auch sonst ging es hoch hinaus für die Athleten von U18 und U20, die das zweitbeste Ergebnis seit Bestehen der Trainingsgruppe holten. Tobi Petz unterwegs zum Überraschungssieg im Stabhochsprung. Auch sonst ging es hoch hinaus für die Athleten von U18 und U20, die das zweitbeste Ergebnis seit Bestehen der Trainingsgruppe holten.

Veronika Priller und Tobi Petz überraschen die Konkurrenz
Hannes Gerl mit Titel Nr. 10 und 11

Plattling, 26. Mai 2019. Die Trainingsgruppe U18/20 feierte am zweiten Tag der Niederbayrischen Meisterschaften in Plattling einen starken Auftritt und gewann 5 Titel. Nur im Jahr 2016 hatte es für die Gruppe ein noch besseres Ergebnis gegeben. Bei optimalen Bedingungen holte Hannes Gerl wie erwartet seinen zehnten und elften niederbayrischen Einzeltitel (Kugel und Diskus). Noch eine Medaille mehr gewann Tobi Petz, der ebenfalls zweimal gewann (Stabhoch und 400m), aber zusätzlich noch eine Bronzemedaille über 100m holte. Das fünfte Gold holte Veronika Priller im Diskuswerfen in ihrem ersten Wettkampf seit drei Jahren. Für Vroni war es nach dreijähriger Wettkampfpause der siebte Niederbayern-Titel.

Optimaler Start.....

Der Tag begann perfekt, als Hannes mit einer tollen Serie das Kugelstoßen gewann. Er blieb fünf mal über 13 Meter und steigerte seine Bestleistung gleich zweimal, auf nunmehr 13,74m. Parallel dazu konnte Tobi im Stabhochsprung zuschlagen. In einem engen Duell besiegte er den Favoriten aus Zeilarn mit neuer Bestleistung von 3,10m, einer Steigerung um 30cm (!). Weitere Verbesserungen winken schon, denn das Springen mit Stabbiegung dürfte demnächst klappen. Somit hatte die Gruppe schon nach einer Stunde zwei Goldmedaillen geholt und es ging munter weiter.

.... und starke Fortsetzung

Im Diskuswerfen gab es innerhalb einer knappen halben Stunde drei Medaillen in drei Altersklassen, zwei davon in Gold. Die von Hannes Gerl in der U18 war erwartet worden, ihm reichten 35,01m mit einem lockeren Wurf, die volle Belastung war nach seinem Muskelfaserriss noch nicht möglich. Voll durchziehen konnte dagegen Veronika Priller in der U20, was die Konkurrenz sichtlich beeindruckte.

Sieg und Bayern-Quali: Veronika Priller hat nix verlernt!

Ohne Wettkampfpraxis seit fast drei Jahren, jagte Vroni die Disken zunächst im Standwurf aus dem Ring, mit viel Tempo aber anfangs noch zu flach. Im dritten Durchgang gelang dann eine bessere Flugbahn und eine neue Bestleistung von 30,98m. Danach übertraf sie mit einem Drehwurf erneut die 30-m-Marke, ein toller Wettkampf, der ihr auch die A-Qualifikation zur Bayrischen Jugendmeisterschaft brachte. Für diese hatte sich Alina Schäffler (U18) schon im April qualifiziert. Ihr Fokus lag seitdem mehr beim Tanzen, dennoch schaffte sie mit 26,28m eine gute Weite und Platz 2 in ihrer Altersgruppe.

Eine Zugabe war die Silbermedaille von Vroni im Kugelstoßen. Hier gelang kein einziger optimaler Stoß. 9,49m mit der 4-kg-Kugel waren dennoch respektabel. Alina ging es ähnlich, sie schaffte zwar mit neuer Bestleistung von 8,76m den Einzug ins Finale, aber keinen richtig guten Stoß, sonst wäre mehr als Platz 7 drin gewesen.

400m: Tobi macht’s spannend

Der fünfte Titel, über 400m für Tobi Petz, war erwartet worden, geriet jedoch durch zu langsames Angehen stark in Gefahr. Am Ende kämpfte Tobi auf der Zielgeraden seine Gegner noch nieder und gewann mit 3/100sec Vorsprung, was gleichzeitig auch die Qualifikationsnorm zur Bayrischen Jugendmeisterschaft (55,97sec) brachte. Tobi hatte vorher Bronze über 100m gewonnen, wie schon im Vorjahr, aber gegen erheblich stärkere Konkurrenz. 12,12sec waren keine optimale Zeit, dennoch ließ Tobi zwei Konkurrenten mit schnelleren Bestleistungen hinter sich.

Im Speerwerfen fand Philipp Artinger nicht so recht in den Wettkampf, mit 49,94m warf er dennoch eine ansprechende Weite (Platz 2). Er muss jetzt etwas Geduld haben, die Änderung des Anlaufs wird sich noch auszahlen. Vincent Limpens lief über 100m im Rahmen des derzeit möglichen, er muss in Ruhe abwarten, bis die Folgen eines längeren Urlaubs wieder verdaut sind. Ein guter Start und auch eine gute weitere Gestaltung des Rennens müssen nun noch auf höhere Schnelligkeit stoßen.